Wieso komme ich den nicht raus aus meinem Single Dasein?

Von Mariam Wienen | Liebeskummer & Selbstliebe

Mai 28

"Ich habe das Gefühl, das ich bis ans Lebensende Single bleibe!"

genau das hörte ich letztens von einem Coachee, die es so unfair fand, dass jetzt sogar die letzte Freundin unter der Haube war, nur sie nicht. Selbst die hässliche Nachbarin war kein Single mehr! Nur sie schien, wohl dieses Schicksal ertragen zu müssen. 

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Ich hörte Ihr wie immer aufmerksam zu. Die These, war mir nicht unbekannt. Viele Singles denken so und werden dadurch natürlich nicht entspannter. Doch stimmte das wirklich? Und was bedeutete das Wort fair für sie?

Bedeutet es dann, dass wenn wir selbst etwas nicht bekommen, der Andere es auch nicht verdient hat? 

So ganz nach dem Motto, wenn ich es nicht habe, dann sollst Du es auch nicht haben? Darüber dachte sie einen Moment nach. Hm, sie wollte ja auch nicht, dass ihre Freundin ewig Single bleibt und natürlich auch nicht, dass es Dieser schlecht ging. Doch sie fühlte sich irgendwie übervorteilt. Die Anderen hatten etwas, was sie nicht hatte. Also gingen wir genau diesem Thema auf die Spur. 

Es ging nicht um das Single sein, sondern das die Eltern den Bruder bevorzugt haben!

Das fanden wir im Laufe des Coachings heraus. Denn genau dieses Gefühl kam hoch, als ich bohrte und bohrte, was denn jetzt genau nicht fair sei und worum es eigentlich ging. Sie hatte das Gefühl, im Leben oft nicht fair behandelt worden zu sein und auch das ihr Bruder immer mehr bekam, wie sie. Aber nicht nur da empfand sie es so. In der Schule gab es auch schon ein Mädchen, was immer alles bekam, den Jungen den sie so gern wollte. Die besseren Noten und die Anerkennung der Lehrer. 

Nur sie blieb immer auf der Strecke!

Und das musste doch endlich mal ein Ende haben. Das sie noch Single war, fand sie ganz besonders  unfair.

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"Wieso ging es anderen bloß so viel besser?"

Ich fragte weiter und ging dem ganzen noch mehr auf die Spur.

Wie oft hatte sie das Thema Fairness im Leben schon erlebt? Wo begegnete es ihr noch?

Es stellte sich raus, dass es nicht nur Thema ihres Singleseins und des Neides der Kindheit war, sondern sich durchs ganze Leben zog.

Auch auf der Arbeit wurde sie benachteiligt!

Denn immer wurden andere besser behandelt, schneller befördert und mehr gesehen als sie. Wenn sie ihr Single Leben mal kurzzeitig beenden konnte, dann hatte sie auch das schnell das Gefühl, der Mann interessiert sich nicht genug für sie. Sie sah dann in der Mutter, der Tochter oder auch einfach nur dem Freund einen Feind, der ihr etwas wegnahm. Ich schaute mit ihr genauer auf ihre Muster und es stellte sich raus, dass es sie sich auch oft vor den Karren spannen lies. 

Sie stand oft für Andere ein...

doch oft hielt das nur solange, bis die Person ihren Willen durchgesetzt hatte. Dann waren diese Verbindungen auch schnell mal wieder vorbei. Sie hatte dann ihren Zweck erfüllt. Puh, das war ein ganz schön mieses Gefühl. Doch es tat gleichzeitig auch gut, dass zu entdecken. Denn es war ihr bis zu dem Zeitpunkt gar nicht bewusst gewesen. Eigentlich war sie nur gekommen, damit sie einen Mann findet und ihrem Single Leben ein Ende setzt. Und obwohl ich vorher sagte, dass es da nicht die eine Zaubermethode gibt, hoffte sie doch darauf.

Doch Single sein ist keine Strafe!

Ganz im Gegenteil, es ist die Chance, das Leben aus einer neuen Brille zu betrachten und sich auf einer tiefen Ebene kennenzulernen. Wir müssen es nicht, wie einen Ausschlag loswerden. Es ist nicht ansteckend oder isoliert uns. Es ist nur die Frage, wie wir das ganze sehen. Wir gingen den ganzen Gedanken weiter auf die Spur.

Wir betrachten die Dinge immer nur aus unserer Brille der Welt. 

Die Kunst ist es aber auch mal die Brille des Anderen aufzusetzen. Ist die Nachbarin wirklich so glücklich mit ihrem neuen Freund? Hat es die Freundin nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr als verdient, dass sie endlich wieder glücklich ist? Wollen wir uns wirklich mit allen messen, die heute nicht mehr Single sind?

Raus aus dem Single Leben ist keine Kunst...

denn an jeder Ecke steht jemand, der gerne mit Dir zusammen wäre. Doch die Person wollen wir doch oft gar nicht. Und das ist auch gut so. Denn stell Dir vor, Du würdest wahllos durch die Gegend laufen und den erst Besten nehmen, denn Du bekommen kannst?

Vergleichbar ist das auch mit dem Job...

da sind wir oft sehr anspruchsvoll. Wenn wir studiert haben oder eine Ausbildung auf hohem Niveau haben, sind wir uns ja auch zu schade, einen Job zu machen, der nicht angesehen ist. Wenn man aus dem Single Leben raus will ist es genauso. Man schaut was man verdient hat. Und nur das will man. Nur stellt sich dann oft schnell raus, das man wieder übervorteilt wurde. Wieder gar nicht das bekommen hat, was man doch so unbedingt wollte. Und dann fühlt sich das unfair an.

Aber wieso immer wieder das gleiche Gefühl?

Das fragen sich etliche Singles da draußen. Viele fragen sich, wieso sie immer wieder auf den gleichen Typus reinfallen, wieso sie immer wieder gefangen sind, in ihrem Muster. Am Ende wieder als Single enden und wieder das Gefühl haben, versagt zu haben? Genau das fragte sich auch mein Coachee.

Die Antwort ist ganz einfach!

Wenn Du immer wieder die gleichen Themen hast, dann hast Du in der Vergangenheit nicht aufgeräumt! Dann verfolgt Dich etwas, egal ob Du gerade Single bist oder nicht. Das Thema läuft mit. Manchmal vor Dir, manchmal neben Dir und dann überholt es Dich wieder und versperrt Dir komplett den Weg.

Bei meinem Coachee machte es große Gedankensprünge.

Plötzlich erkannte sie, wie sie immer wieder das gleiche Muster lebte...

und sich das Leben wiederholte. Doch das Schöne ist, das kann man auflösen und ein neues Muster installieren. Ein Muster was man gerne haben möchte. Dafür muss man natürlich an sich arbeiten. Denn umso älter wir sind, umso mehr schlechte Erfahrungen haben wir auch angesammelt und umso mehr müssen wir auflösen.

Wir fingen an mit dem Neid Thema

Es war für sie so befreiend, als wir in der Vergangenheit das Thema auflösten und sie nicht mehr das Gefühl hatte, dass Ihr Bruder bevorzugt behandelt wurde. Plötzlich sah sie, dass sie da was verallgemeinert hatte. Eigentlich ging es nur um diese eine Situation, wo sie für etwas geradestehen musste, was er ausgefressen hatte. 

Ansonsten bekam sie nie weniger als er bekam!

Doch das konnte sie nicht mehr sehen, denn das alles was danach kam, war überschattet von diesem einem Ereignis. Als sie das los war, erkannte sie sogar, dass ihr Vater sie sehr oft bevorzugte und nicht ihren Bruder. Das war eine Erkenntnis, die ihr sehr leid tat. Denn sie hatte es völlig falsch gesehen. Mehr zum Thema Neid, kannst Du auch hier lesen

Ach wie schön war es ohne dieses Neid Gefühl!

Ich fragte sie wie sie jetzt zu ihrem Single Leben stehe und auch zu ihrer Freundin? Es war immer noch schwer, was das Single Sein angeht. Doch ihrer Freundin hatte sie plötzlich ein warmes und wohliges Gefühl gegenüber. Sie gönnte auch der Nachbarin ihr Glück und sie erkannte auch, dass sie innerlich vom Thema Neid gelöst war.

Wir haben oft Angst, das wir zu kurz kommen...

dass wir die Chance verpassen und das wir uns Dinge nicht leisten können. Das war ein Thema was noch da war. Dabei ging es aber nicht mehr darum, dass sie nicht fair behandelt wurde, sondern dass sie Angst hatte nicht mehr dazuzugehören.

Zugehörigkeit ist ein sehr mächtiger Wert...

und wenn wir erstmal jemanden gefunden haben, der uns nah steht, dann möchten wir oft alles tun, dass wir diesen Menschen nicht mehr loslassen müssen. Genau so ging es ihr mit ihrer Freundin. Sie hatte einfach Angst, dass die neue Beziehung ihre Freundschaft gefährden würde, wenn sie weiterhin Single bleibt.

"Als Single ist man bei Paaren das 5 Rad am Wagen!"

war jeden Falls der Glaubenssatz, der sich bei ihr eingebrannt hatte. Sie wollte genau das nicht sein. Sie wollte Teil bleiben und nun war da plötzlich jemand, der ihr ihren Platz streitig machte. Ich fragte sie, was ihre Freundin denn machte, dass sie sich so fühlte. 

"Gar nichts"

war die Antwort, nachdem sie danach gesucht hatte.

Auch hier gingen wir zurück in die Vergangenheit und wurden fündig. 

In der Schulzeit hatte sie eine beste Freundin, als die beiden älter wurden, hat die sich einer neuen Clique angeschlossen. Nun trug sie Kleider die  sich mein Coachee nicht leisten konnte und war jetzt eine von den Coolen. Sie blieb außen vor. Wurde nicht mehr wahrgenommen und fühlte sich aufs Abstellgleis katapultiert.

Das Verlustgefühl übermannte sie förmlich. 

Doch als wir das aufgelöst hatten, fühlte sie sich ein weiteres Mal befreiter. Denn sie erkannte, das weder ihr Single Leben, noch die neue Partnerschaft, Einfluß auf ihre jetzige Freundschaft nahm. Das Einzige was da im Weg stand, waren ihre alten Verlustgefühle und die waren jetzt weg. 

Auch das Single Thema wurde immer entspannter

nachdem wir noch ein paar andere Dinge gelöst haben. Plötzlich wurde ihr bewusst, wieviel Zeit sie gerade für sich hat und was das alles für Schätze birgt.

Die Frage war nicht mehr ob sie einen Mann will...

sondern was für einen Mann sie überhaupt will. Das verändert natürlich die Sichtweise auf die Dinge. Denn es gab ihr sofort mehr Ausstrahlung und Selbstachtung. Es fühlt sich so viel anders an, als sie die Welt so betrachtete. Über die Wirkung Deiner Ausstrahlung findest Du hier meinen Blog Artikel

Die wichtigste Frage ist immer: "Wieso fühle ich so wie ich fühle?"

Am Anfang kommen erstmal Antworten aus der Gegenwart, doch wenn wir tiefer bohren, dann stellen wir fest, dass es in der Regel um etwas aus der Vergangenheit geht. Wenn wir das auflösen, löst sich auch das Problem in der Gegenwart auf. Plötzlich entspannt sich die Lage und alles wird ruhiger und entspannter. Dann sieht man, dass die Person, mit der man gerade ein Problem hat, nicht das wirkliche Problem ist.

Finde die Ursachen und die Probleme verschwinden!

Genauso mache ich es übrigens wenn ich ein Problem habe, was sich wiederholt. Sobald ich ein Muster entdecke, löse ich es auf. Das macht mein Leben leichter und unbeschwerter. So wie das meines Coachee. Die ist seit Monaten auf meiner Coaching-Plattform für Singles und lernt sich besser kennen.

Sie  genießt das erste Mal in ihrem Leben, ihr Single Dasein.

Sie testet sich aus. Datet mal nicht, sondern war stattdessen alleine im Urlaub, entdeckt ihrer Wünsche und Träume. Hinterfragt ihre Glaubenssätze und Werte und setzt neue Maßstäbe für ihr Leben. Mit ihrer Freundin versteht sie sich sogar noch besser als vorher. Statt Neid und Missgunst, ist da inzwischen auch eine richtig gute Beziehung mit dem neuen Freund ihrer Freundin entstanden.

Heute Abend mache ich zu dem Thema Eltern und was sie mit Deiner Partnerwahl zu tun haben,  einen spannenden LiveTalk auf Facebook. Am besten gleich anklicken, damit Du rechtzeitig erinnert wirst. Wenn Du meinen Blog abonniert hast, dann schicke ich Dir auch nochmal direkt eine Erinnerung

MEIN TIPP FÜR DICH

Lass Dich nicht nur von Deinem Gefühlen lenken! Gehe in Dich und finde raus, was da wirklich dahinter ist. Neid, Missgunst und Co. werden nicht im heute geboren, sondern wurden aus der Vergangenheit mitgeschleppt.

Überlege Dir was Fair wirklich für Dich bedeutet? Die Welt ist nicht fair und wird sie nie sein. Weil jeder unter fair etwas anderes versteht. Dein Fair ist nicht das Fair, was der Andere darunter versteht!

Werde Dir bewusst, dass Niemand Dir etwas wegnimmt!  Denn das würde bedeuten, dass wir einen Anspruch auf irgendwas haben. Das haben wir aber nicht, weder auf den Job, noch einen Partner oder den wohlverdienten Urlaub.

Geniesse das Leben im Hier und Jetzt!  Finde raus, was Du wirklich willst! Was macht Dir Spaß? Wonach hast Du noch Sehnsucht, was nicht mit Partnerschaft zu tun hat und wieso tust Du es nicht? 

Hör auf Leuten, die es gut mit Dir meinen vor den Kopf zustoßen! Überprüfe Deine spontanen Gefühle, werde Dir klar darüber, ob Dein Gegenüber Dir wirklich etwas getan hat, denn sonst laufen Dir die Menschen davon, die es gut mit Dir meinen.

Lass Dich nicht vor den Karren spannen! Wenn jemand was zu sagen hat, dann lass es ihn selbst sagen. Solange die Person nicht schwach ist und nicht selbst für sich einstehen kann, musst Du nicht das Wort für sie ergreifen!

MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Ich musste manchmal schmunzeln, weil ich einige dieser Gefühle von früher kannte. Vor Allem mit für Andere einzusetzen. Irgendwie dazugehören wollen und für Gerechtigkeit sorgen. Heute ist das nicht mehr so. Heute schaue ich, wieso ich handle wie ich handle. Dazugehören? Klar!

Doch das tue ich auch, wenn ich die Menschen selbst das Wort ergreifen lasse. Denn was ich erkannt habe, ich tue den meisten Menschen keinen Gefallen, wenn ich ihre Gefühle für sie austrage. Ganz im Gegenteil. Wenn ich nicht gebeten werde, dann erhebe ich auch nicht das Wort für den Anderen.

 


Deine Mariam

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