Darf ich traurig sein?

Von karsten | Liebeskummer & Selbstliebe

Mrz 04

Gestern ist ein Blog von mir online gegangen. Es ging darum, wie man damit umgeht, wenn ein Date abgesagt wurde und wie man das Leben auch anders genießen kann.

Ich bekam darauf den Tipp, dass ich doch noch schreiben soll, dass man doch auch traurig sein darf, wenn man versetzt wurde. Da ich Anregungen immer mag, habe ich darüber nachgedacht. Ist das so?

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Erstmal vorweg: Du darfst alles empfinden was Du willst, denn es sind ja Deine Gefühle.

Doch muss man traurig sein, wenn man versetzt wird und wenn ja, wieso ist das so? Ich habe mir überlegt, wieso ich früher traurig war und zwar nicht nur über ein geplatztes Date, sondern auch darüber, wenn andere Menschen mich versetzten. Heutzutage ist das anders, nicht dass ich nie traurig bin.

Natürlich, das gehört auch dazu und ich mag meine Traurigkeit. 

Sie hat mir auch schon viele tolle Momente im Leben verschafft. Deswegen sage ich nicht, sei nicht traurig, wenn Du versetzt wurdest. Doch überlege Dir, wieso Du gerade wirklich traurig bist.

Was für Gedanken kommen hoch? 

Wie lauten die Sätze in Deinem Kopf? Denn darauf kommt es doch an. Als ich anfing meine Gefühle zu hinterfragen, fand ich auch heraus, um was es eigentlich geht. Wieso ich traurig, enttäuscht oder frustriert war.

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In der Regel ging es dabei um eine geplatzte Erwartung: eine Erwartung an eine andere Person.

Doch immer dann, wenn ich weiterbohrte, kam heraus, dass es in der Regel nicht um diese Person ging.

Sondern um meine Mutter oder meinen Vater, manchmal auch um jemand anderes aus der Familie. Ich lebte in dem Moment nicht in der Gegenwart, sondern in der Vergangenheit. Es war etwas passiert, was ich bis heute anscheinend noch mit mir rumschleppte und nicht mehr los wurde.

Ganz im Gegenteil, ein Anderer spiegelte mir dieses Verhalten erneut wider.

Damit wurden dann auch genau die gleichen Gefühle geweckt. Ich werde auch heute noch manchmal versetzt. Meist nicht von meinem Mann, sondern von Freunden oder Kollegen oder jemand aus der Familie. Wie gehe ich heute damit um?

Ehrlich gesagt, meist denke ich nur noch, „Ah ok, dann mache ich was Anderes.“ Oder „Dann habe ich Zeit für...“

Klar gibt es auch Momente, die mich traurig stimmen. Als eine meiner besten Freundinnen mir sagte, dass sie nicht zu unserer Hochzeit kommen konnte. Da war ich schon den Vormittag über traurig. Nicht weil sie mich enttäuschte. Sondern darüber, dass wir diesen wichtigen Moment im Leben nicht gemeinsam verbringen konnten.

Ich hatte eine Vorstellung von diesem Moment, der nun nicht eintreffen würde. Doch wie mochte sie sich erst fühlen?

Wollte ich meine Gefühle wirklich von einer Sache abhängig machen, die ich nicht beeinflussen konnte? 

Ganz bestimmt nicht! Am Ende war sie dabei. Nicht als Person vor Ort, sondern in meinem Herzen und immer wieder durch WhatsApp. Ich schickte ihr Bilder und Nachrichten und so waren wir tief verbunden miteinander.

Ich finde, die andere Person darf auch für sich entscheiden, was gerade gut für sie ist. 

Beziehungsweise hat jeder auch das Recht „Nein“ zu etwas zu sagen. Oft ist es doch so, dass wir uns dieses Recht selbst oft verwehren und uns ärgern, wenn es dann jemand anderes tut.

MEIN TIPP FÜR DICH

  1. Wenn Du das nächste Mal traurig bist oder ein anderes Gefühl hast, was Dich bedrückt, dann überleg, um was es eigentlich geht.
  2. Wenn Du versetzt wurdest, dann überleg mal, was für Erwartungen Du gerade in die Person legst.
  3. Geht es wirklich um diese Person oder bist Du wieder enttäuscht worden von jemandem aus Deiner Kindheit?
  4. Schaue genau hin, welche Gefühle und Gedanken hochkommen und was sie Dir sagen wollen. Denn wenn sie da sind, dann gehen sie nicht einfach von alleine weg. Dann müssen sie bearbeitet werden. Denn sie schlummern tief in Dir drin.
Die gute Nachricht ist:
 es gibt etliche Methoden, womit wir diese Enttäuschungen aus der Vergangenheit auflösen können.

MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Ich freue mich über jede Anregung, über jede Frage die mir zu meinen Blogartikel gestellt wird. Sie lässt mich tiefer blicken, neue Artikel entstehen und gibt mir immer wieder eine Reflektion, wie ich die Dinge heute und früher gehandhabt habe.

Vieles hat sich einfach von Grund auf geändert und darüber bin ich froh. Denn so lebe ich heute entspannter und mit weniger Erwartungen, das macht mich freier und selbstbestimmter.

Wie siehst Du das?

Hinterlasse mir einen Kommentar und teile und like den Artikel, wenn er Dir gefallen hat. Einen wunderbaren Tag, 


Deine Mariam

  • Kirsten-Antje Reinheimer sagt:

    Danke für großartigen Gedanken, sie sind so allgemein gültig und sind sehr hilfreich auch im
    allgemeinen Leben! Dankeschön

    • Mariam sagt:

      Das freut mich wirklich sehr. Toll, dass es so anregend für Dich ist. Genau das war meine Absicht. Denn das Leben besteht ja nicht nur aus Single Themen.
      Sonnige Grüße
      Deine Mariam

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