Mein Kind wird wütend und mich stresst es enorm. Wie lass ich die Emotion bei meinem Kind?

Von karsten | Alleinerziehend, na und!

Mrz 31

Dein Kind wird wütend und stresst Dich enorm?

Welche Mutter kennt es nicht? Der Tag war eh schon stressig. Man hat den Kopf voll und einen Plan, wie der Rest des Tages ablaufen soll.

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Genau dann wird das Kind auch noch wütend, wirft sich womöglich auf den Boden oder schreit rum. Von dem eigentlichen Plan nicht die Spur. Wir wissen nicht was wir tun sollen, verfallen ins Schreien und sind völlig ausgeliefert.

In solchen Momenten fühlen wir uns völlig überfordert, hilflos und ohnmächtig. Das Kind scheint die Situation völlig unter Kontrolle zu haben. Oft haben wir in solchen Momenten das Gefühl, es macht das sogar mit Absicht.

Genau so ging es einem Goldmitglied von uns und sie hat mich gebeten einen Blog zu schreiben über die Frage:

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Mein Kind wird wütend und mich stresst es enorm. Wie lasse ich die Emotion bei meinem Kind?

Das Thema greife ich natürlich gern auf. Denn auch ich hatte solche Situationen, als ich alleinerziehend war. Oft reagierte ich so, wie ich nicht reagieren wollte. Doch es schien, als wenn ich keine Kontrolle über mich selbst hätte und gefangen wäre in dieser Situation.

Wieso wird mein Kind so wütend?

Dann haben wir das Gefühl, dass wir doch gar nichts daran ändern können? Dass es halt am Kind liegt und dass wir ja mit der Situation nichts zu tun haben. Denn schließlich haben wir nichts gemacht!

Aber ist das wirklich so?

Hat das ganze Desaster nur was mit dem Kind zu tun? Die schlechte Nachricht lautet: NEIN! Die gute Nachricht, Du kannst Einfluss darauf nehmen und es ändern.

Ja genau, Du hast richtig gelesen. Es hat sehr wohl mit Dir zu tun und Du kannst es auch ändern! Wieso stelle ich diese These auf?

Sicherlich wird das für den einen oder anderen wie ein Hohn klingen. Vielleicht wirst Du sogar wütend, wenn Du das liest, und genau da liegt das Problem begraben. Denn unsere Kinder sind ständig ein Spiegelbild unserer selbst. Natürlich auch das des Umfelds. Doch vor allem von uns selbst. Manchmal höre ich Sätze wie: Die ist wie ihr Vater/ihre Mutter, diese Angewohnheit hat sie von dem anderen übernommen.

Natürlich hat es von uns nur die guten Eigenschaften abbekommen, wie sollte es auch anders sein (Achtung: Ironie!).

Wenn wir uns bewusstmachen, dass unsere Kinder unsere Gefühle und damit unser Innenleben widerspiegeln, dann wird uns auch klar, dass wir etwas verändern können.

Dass unser Kind keine Schuld an unseren Gefühlen hat, sondern dass diese ein Konstrukt unseres Gehirns sind. Wir schaffen uns die eigenen Probleme und schieben sie jemandem anderen zu, statt zu schauen, wo sie ihren Ursprung haben. In dem Fall ist es unser Kind, was dieses dann aufnimmt und im blödesten Fall das Gefühl hat, dass mit ihm was nicht stimmt. Dabei ist mit ihm alles in Ordnung.

Was kann ich tun, damit mein Kind nicht mehr so wütend ist?

Das wäre die bessere Frage die wir uns, meiner Meinung nach, stellen sollten? Das tun aber die wenigsten. Ich erlebe es so oft, dass ich höre, dass das Kind jetzt mal in Therapie ist und dass ja mal am Verhalten gearbeitet werden sollte. Oder das Kinder sogar Medikamente bekommen, damit sie endlich besser klar kommen oder gar ruhiger werden.

Doch es würde viel mehr bringen, wenn die Eltern in Therapie, zum Coaching oder andere ähnliche Hilfe in Anspruch nehmen würden. Denn die Kinder lernen von uns Eltern. Sie schauen ab, was wir tun und dann übernehmen sie das Verhalten.So wie wir das Verhalten unserer Eltern übernommen haben.

Wenn wir gestresst sind, dann bleibt es nicht aus, das unser Kind auch gestresst wird.

Es ist, wie wenn ein Kind hinfällt und erstmal die Schrecksekunde kommt. Je nachdem, wie wir darauf reagieren, wird unserer Kind weinen oder einfach weiterlaufen.

Statt aber dahin zu schauen und sich zu fragen, was wir für unser Kind tun können, suchen wir die Schuld im Kind. Damit machen wir uns das Leben auch nicht leichter, sondern schwer. Denn wir geben die Verantwortung und damit auch die Macht nach Außen ab. Das Kind kommt in eine völlig falsche Rolle und wird oft zum Spiegel der Konflikte, die sich gerade im Außen abspielen. Meist steckt dahinter natürlich auch die Wut auf den Ex-Partner(in). Denn wir dürfen nicht vergessen, dass das Kind uns natürlich immer wieder an diesen erinnert.

Und ich bin jetzt mal ganz provokativ und behaupte, dass auch der Ex nicht Deine Wut auslöst!

Woher kommt meine Wut?

Sicherlich fragst Du Dich das vielleicht gerade. Wenn nicht von den Anderen, woher dann? Oft kommt sie von den eigenen Eltern und jetzt leben wir einfach das weiter, was wir auf keinen Fall übernehmen wollten. Ich z.Bsp. war oft wütend und die Wurzeln lagen gleich an verschiedenen Stellen. Wie ich in meinem Blog über die Traurigkeit geschrieben habe, geht es oft gar nicht um die Wut, sondern um was ganz anderes dahinter.

Ich bin z.Bsp. in einem Umfeld aufgewachsen, wo viel Wut und Überforderung da war. Das hat sich auch in meiner Erziehung widergespiegelt. Bei uns war oft viel negative Energie unterwegs.

Ich konnte mich praktisch gar nicht dagegen wehren, diese Muster auch in die Erziehung meiner Tochter zu tragen. Bis ich erkannt habe, was dahinter lag und es bearbeitet habe. So konnte ich meine Ruhe in mir selbst finden und somit konnte mein Kind auch mehr zur Ruhe kommen.

Wie schaffe ich es, dass mein Kind seine Wut in den Griff bekommt?

Es ist also ganz einfach und doch so schwer. Denn wenn Dein Kind zur Ruhe kommen soll, dann bedeutet das für Dich, dass Du Dich in der Tiefe mit Deinen Themen beschäftigen musst und diese auflösen solltest, denn sonst wird es schwer, dass Dein Kind Dir gegenüber zum Ausdruck bringt, was in ihm gerade vorgeht.

Ich höre jetzt den einen oder anderen, dass es aber in diesem bestimmten Fall wirklich am anderen Elternteil liegt. Da kann ich nur sagen, hör auf Dir was in die Tasche zu lügen! Wenn Du überfordert bist, dann ist es Deine Energie, die da drin ist. Natürlich trägt der andere Elternteil auch was dazu bei. Doch wenn es nur seine Energie wäre, dann wäre es kein Problem, denn dann könntest Du damit umgehen und wärst nicht überfordert. Schon gar nicht würdest Du Dir wünschen, dass Dein Kind diese negative Energie bei sich behält.

Die Antwort lautet also, reflektiere Dich selbst. Setze alles daran, dass Du innerlich aufräumst. Dein Kind wird es Dir später danken. Besuche ein Training bei uns (es wird bald spezielle Trainings nur für Alleinerziehende geben). Komm in unsere Kurse, die bald starten, und wenn das alles nicht reicht, dann buche ein Coaching. Ist teuer? Ja, auf jeden Fall. Doch Du darfst Dir das wert sein.

Wenn Du später zurückschaust, dann wird kein Kind sagen, hätte meine Mutter oder Vater das mal nicht gemacht und wäre stattdessen lieber mit mir in Urlaub gefahren. Tanja, die ja hier eine eigene Kolumne hat, wird sicherlich auch darüber mal schreiben, was sich bei ihr im Leben alles verändert hat, weil sie sich für die Coaching Plattform, Trainings und Coachings entschieden hat, statt sich eine neue Küche zu kaufen. Doch das ist ein anderes Thema.

MEIN TIPP FÜR DICH

  • Sei Dir bewusst, dass die Kinder unschuldig sind. Unschuldig an der Wahl des Kindsvaters oder der Kindsmutter, unschuldig an der Wut oder Hilflosigkeit in Dir. Kinder brauchen Liebe, Kinder brauchen Zugehörigkeit und davon viel und bedingungslos. Wenn wir dem Kind das Gefühl geben, es sei schuld an unserem Verhalten, dann geben wir ihm auch das Gefühl, irgendwas stimmt nicht mit ihm.
  • Bis vor diesem Blog hattest Du noch die Gelegenheit, das nicht gewusst zu haben. Dies hat sich jetzt gerade verändert. Du weißt jetzt, was in Dir passiert und dass Du es in der Hand hast, es zu ändern. Du kannst natürlich sagen, dass das alles nicht stimmt, Du kannst den Artikel ausblenden, Du kannst so tun, als wenn Du Dich damit später beschäftigst. Doch damit schadest Du nicht nur Dir selbst, sondern vor allem Deinem Kind! Mach Dir bewusst, dass Du damit erheblich auf das Leben Deines Kindes Einfluss nimmst und mit entscheidest, wie es die Welt sieht.

Schau auch meinen Live Talk zum Thema: "Was mache ich, wenn mein Kind ausflippt?"

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MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Wie gerne hätte ich diese Erkenntnisse schon viel früher gehabt. Wie schön wäre es gewesen, wenn ich viele Fehler hätte vermeiden können. Ich hätte meiner Tochter bestimmt vieles erspart. Doch ich kann die Zeit nicht zurückdrehen.

 Ich sehe es so, dass wir beide auch mit für die Welt gelernt haben. Denn, weil ich das alles selbst erlebt habe, kann ich Dir heute helfen, damit Du es anders machen kannst. Damit machen wir die Welt alle ein Stück besser. Denn jeder Mensch ist ein Multiplikator seiner Selbst.

Deine Mariam


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