Muttertag! Ist er wirklich so wichtig?

Von karsten | Liebeskummer & Selbstliebe

Mai 13

Wieviel bedeutet der Muttertag wirklich?

Gerade wurde ich via Facebook daran erinnert, dass heute Muttertag ist. Ups, wo ist meine Tochter? Wo sind meine Geschenke und Lobeshymen? Spaß beiseite, ich habe es schlicht weg vergessen, dass heute Muttertag ist. Wieso? Weil ich die Liebe meiner Mitmenschen nicht an einem vorgegebenem Tag festmache.

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Doch ich weiß, so geht es nicht vielen. Die Tage wie Muttertag oder Valentinstag bedeuten uns oft unendlich viel. Wir verknüpfen damit Erwartungen und Gefühle.

Ähnlich wie an Silvester, wo wir uns auf die große Sause freuen und dann bleibt der richtige Kick oft aus. Oder, wenn wir mit Krampf einen Orgasmus haben wollen und dann kommt am Ende nur ein kleine Welle raus, statt eine Welle auf der wir so richtig schweben können.

Wieso ist das so? Alles Erwartungen, die uns einnehmen. Doch sind das unsere Erwartungen? Oder ist es eher so, dass wir uns nach etwas richten, was irgendwann mal jemand festgelegt hat.

Wie sehr prägen uns die Medien, wenn es um Muttertag und Co. geht? Ich glaube, dass dieses ständige Vorhalten, dass dieser und jener Tag zum Feiern ist, viel in unserem Kopf macht.

Ich habe die letzten Tage PowerCoaching 2.0 gehabt, das bedeutet, eine kleine Gruppe mit denen ich intensiv an den einzelnen Themen arbeite. Ganz intensiv und ganz individuell. Was mir nicht geblieben ist, war die Zeit für die Außenwelt. Kein Fernseher, kaum Internet und außer in unserem Rewe, war ich auch nicht weiter in der Stadt. Wenn ich jetzt drüber nachdenke, dann sehe ich schon den Blumenladen im Rewe, der überall Schilder mit Erinnerungen zum Muttertag hatte. Da mein Fokus aber woanders lag, habe ich das nur am Rande wahrgenommen.

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Wenn Du jetzt vielleicht denkst:, „Mariam aber ein bisschen Anerkennung darf man doch wohl noch von seinen Kindern erwarten, wenigstens an Muttertag, das ist doch mal möglich!“
„Ein bisschen Dankbarkeit, für all das, was ich für die Kinder jeden Tag als Alleinerziehende buckel, ist ja nicht zu viel verlangt!“

Falls Dir gerade solche oder ähnliche Gedanken durch den Kopf gehen, dann muss ich Dir sagen, ja, Du hast recht! Das was Du tust, hat Anerkennung verdient, eine kleine Aufmerksamkeit, ein Tag für Dich.

Doch wieso machst Du den an Deinen Kindern fest? Und wieso nur einmal im Jahr? Wieso gönnst Du Dir nicht einmal im Monat einen Tag für Dich? Oder jede Woche einen Abend für Dich? Wieso wartest Du, dass Deine Kinder daran denken? Ich sage Dir wieso, weil die meisten Mütter sich keine Zeit für sich selbst einräumen. Weil irgendwo im Unterbewusstsein rumschwirrt, dass wir das nicht dürfen, dass wir zu funktionieren haben.

Deswegen warten wir auf Tage wie Muttertag, warten darauf, dass uns jemand von außen die Erlaubnis gibt, dass wir endlich mal frei haben, endlich mal ruhen dürfen.

Doch wieso eigentlich? Wieso kannst Du nicht sagen, „Der Mittwochabend gehört nur mir, da mache ich was, damit es mir gut geht!“ Dabei ist es völlig wurscht, ob Du Dir ein gutes Buch gönnst, etwas Schönes kochst oder Dir einen Babysitter nimmst und in die Sauna gehst. Wichtig ist nur, dass Du Dir selbst Zeit schenkst. Die meisten Alleinerziehenden brennen, meiner Meinung nach aus, weil sie ein schlechtes Gewissen haben.

Das jedenfalls stelle ich immer wieder in meinen Coachings, Trainings und auf meiner Plattform fest. Das Schlimme daran ist, dass wir das oft nicht bewusst wahrnehmen. Wenn wir den Vater verlassen haben, denken wir, wir müssen jetzt aber zeigen, dass wir es auch alleine schaffen, dabei sehnen wir uns innerlich sehr nach Nähe und Geborgenheit. Doch die Kinder sind nicht dafür da uns diese Nähe und Geborgenheit zu geben. Die Kinder haben wir in die Welt gesetzt, wir sind verantwortlich dafür, wie sie ihren Weg starten. Wir sind dafür da, ihnen Geborgenheit und Nähe zu geben, ein Gefühl geliebt und gesehen zu werden, egal wie doof sie gerade sind.

Schön, wenn sie dann an Muttertag an uns denken und uns was zurückgeben. Doch wie viele schenken am Muttertag etwas, weil sie müssen? Weil Mami sonst sauer oder enttäuscht ist?

Willst Du wirklich Geschenke, die Du bekommst, weil sich jemand verpflichtet fühlt? Oder willst Du etwas zurückbekommen, weil Du geliebt und gesehen wirst.

Ich bin mir sicher, jedes Kind zeigt sehr oft, dass es uns tief liebt, wir sehen es oft nur nicht im Alltag, stattdessen warten wir auf diesen einen Muttertag im Jahr.

Und jetzt bitte auf Kommando. Wieso das so ist? Weil der Tag oft stressig ist, weil unsere Erwartungen riesig sind und wir nicht mehr wahrnehmen, dass der Sohn den Geschirrspüler ausgeräumt hat, die Tochter die Wäsche aufgehängt hat oder uns einfach mal in den Arm nimmt. Vielleicht denkst Du jetzt, das ist doch deren Aufgabe, jeder hat bei Euch seine Aufgaben und das gehört dazu, dass diese gemacht werden! Aber wenn das an Muttertag gemacht oder nicht gemacht wird, dann messen wir daran die Liebe unserer Kinder. Ich verrate Dir ein Geheimnis. Wenn Du im Alltag mehr darauf achtest, was Deine Kinder Dir für Liebesbotschaften schicken, dann kannst Du das ganze Jahr spüren wie wichtig Du ihnen bist.

Die Frage ist nur, ob Du die Sprache der Liebe Deiner Kinder erkennst, denn wir alle sprechen unsere Sprache.

Deswegen empfehle ich Dir heute das Buch „Die 5 Sprachen der Liebe für Kinder“. Das hilft Dir weiter, Dich und Deine Kinder besser zu verstehen. Und dann fange an bewusst wahrzunehmen, wann Deine Kinder Dir auf ihre Weise sagen, dass sie Dich lieben. Wenn Du dann noch zurückspiegelst, dass Du Dich gesehen fühlst und dass es toll ist, dass die Wäsche sich von alleine aufgehangen hat oder Du die Umarmung genossen hast, dann wird Euer Leben entspannter, ruhiger und liebevoller werden.

Probiere es einfach mal aus.

MEIN TIPP FÜR DICH

Höre auf, Dich an Tagen wie Muttertag oder andere Feiertage festzuhalten, um mal frei zu machen. Plane feste Zeiten für Dich ein. Gönn Dir das, was Dir gut tut. Egal, ob Du finanziell knapp bei Kasse bist oder richtig auf die Pauke hauen kannst. Es geht um die Zeit, die Du Dir zugestehst.

Höre auf, Deine Kinder dafür verantwortlich zu machen, ob Du Dich gut oder schlecht fühlst, Du hast sie in die Welt gesetzt und sie haben Dir gegenüber keine Verpflichtungen! Sie müssen vielleicht gewisse Regeln einhalten, das heißt aber nicht, dass sie diese auch toll finden müssen oder Dir gar dafür danken müssen, dass Du ihnen etwas zum Anziehen gekauft hast. Mache Dir klar, Kinder sind oft undankbar, vor Allem wenn die Pubertät kommt, das gehört zur Entwicklung einfach dazu und ist auch gut so.

Kaufe Dir das Buch „Die 5 Sprachen der Liebe für Kinder“ (bald kommt ein exklusiver Kurs zum Thema Sprachen der Liebe 🙂 er ist schon fast fertig), lerne wie man unterschiedlich seine Liebe ausdrücken kann.

MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Ich bin froh, dass ich meine Einstellung zu früher verändert habe. Lange Zeit hatte ich die Muster meiner Mutter intus und habe oft viel zu viel erwartet. Doch seitdem ich die Reise zu mir selbst begonnen habe, habe ich nur noch selten Erwartungen. Vor allem meinem Kind gegenüber. Das tut mir und meiner Seele gut und ich bin mir sicher, meiner Tochter tut es auch gut.

Muttertag war für mich noch nie wichtig. Ich messe die Liebe nicht an einem Tag. Vielmehr habe ich heute morgen beschlossen, dass ich an meinen Saunatag denken muss, jetzt wo ich aus dem Urlaub zurück bin, ist es nötig, nicht aus den Augen zu verlieren, auch Zeit für mich und nicht nur für die Familie und das Unternehmen zu haben.


Deine Mariam

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