Was es auf sich hat mit den Menschen, die wir nicht loslassen können

Von karsten | Liebeskummer & Selbstliebe

Feb 21

Es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, dass es dringend nötig ist, dass meine Bedürfnisse mehr Platz in meinem Leben bekommen müssen. Vor Allem in der Zeit als ich Single war, habe ich immer versucht mich auf Andere einzustellen....

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Das fing schon früh an. Mit 16 lernte ich z.B. einen viel zu alten Mann (damals 27) kennen. Auch wenn er mir sexuell viel gebracht hat und ich sicherlich auch daher ein Stück meiner sexuellen Leichtigkeit habe, hat er mir auch Einiges genommen.

Am Ende gleicht es sich wahrscheinlich aus. Denn durch ihn habe ich auch gelernt größere Ziele zu haben, als das was mir damals prophezeit wurde.

Doch vor Allem habe ich versucht es ihm recht zu machen.

Ich wollte gefallen und ich wollte, dass er mich auch will.  Heute 24 Jahre später kann ich Budda zitieren und sagen:

"Manchmal ist es ein großer Glücksfall, nicht das zu bekommen, was man sich sehnlichst wünscht!"

Ich habe bis vor zwei Jahren noch Kontakt zu ihm gehabt und ich habe erkannt, ich habe jemanden angezogen, der selbst mit sich nicht im Reinem war.  Er wirkte zwar so auf mich, weil ich noch jung und unerfahren war. Doch später sollte ich erfahren, dass er zu dieser Zeit schon arge Probleme mit Kokain hatte. Heute ist es Retalin und Alkohol, was ihn über Wasser hält.

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Doch ich habe ihn damals vergöttert, idealisiert, vergöttert und angehimmelt. Sicherlich auch, weil er ein Spiegel meines Inneren war und mir eigentlich nur aufgezeigt hat, wie sehr ich nach Außen gerichtet bin, wie sehr ich gefallen will.  Ihm und auch allen Anderen, die mir wichtig waren.
Ganz vorne voran meiner Mutter. Sie fand ihn cool, er war Musiker und spielte bei einem bekannten Interpreten in der Background Band. 

Auf meine Mutter wirkte alles was mit Konzerten zu tun hatte, irgendwie magisch. Meinem Vater wollte ich in dieser Zeit sicherlich weniger gefallen, ich will nicht mal sagen, dass ich ihn verärgern wollte.  Ich war einfach sehr auf die Liebe meiner Mutter fixiert, die ich viel zu wenig bekam.
Doch damals in dieser Zeit, wo die Scorpions, Bon Jovi und Co., in meinem Leben Einzug nahmen, da hatte ich eine tiefe Verbindung zu meiner Mutter und ich fand das schön und meine Seele brauchte das unbedingt.

Also tat ich alles, um ihr zu gefallen.

Ich habe sogar ihre Leggings getragen und diese Blazer mit Schulterpolstern. Oh mein Gott, während ich die Zeilen schreibe, muss ich laut lachen.  Verrückt, was man alles tut, wenn man die Nähe zu jemanden sucht.

Dieser Mann, von damals, spielte immer wieder eine Rolle in meinem Leben.  Wir waren nie zusammen, doch ich wünschte mir immer wieder genau das.  Doch es war nie mehr als nur eine Affäre, als eine gewisse Zeit, die wir miteinander verbrachten.

Als ich 2011 damit anfing, mich mit meiner Persönlichkeit zu beschäftigen, ging mir plötzlich ein Licht auf und ich merkte, dass er mir eigentlich unterlegen war.  Plötzlich erkannte ich seine Unsicherheiten, seine Ambivalenz im Tun.  Alles auf was er sich stützte, war seine Potenz und die Gabe Klavier zu spielen. Dabei war da noch viel mehr, was er konnte. Doch er selber sah sich gar nicht so.

Ich sah plötzlich wie klein und schwach er war.

Doch das wollte ich nicht mehr in meinem Leben, ich wollte mehr und ich verdiene auch mehr.
Es hat viele Jahre gedauert, dass zu erkennen. Erst 2016 nach einem banalen Streit, wo er unsere Freundschaft in Frage stellte, habe ich auch die Freundschaftsebene gekappt, denn sexuell ging schon lange nichts mehr. Wer findet schon einen Mann sexy, der sich selbst permanent in Frage stellt? 

Mir ist klargeworden, dass man manchen Menschen, die Tür weit aufhalten muss und diese dann ganz schnell hinter ihnen verschließen sollte.  Denn oft wollen wir doch Denen gefallen, die eigentlich Gift für unsere Seele sind.

Schaue also in Zukunft genau hin, wieso Du wem gefallen willst und was das mit Deinem Inneren Ich zu tun hat. 

Denn wenn ich mein Wissen und meine innere Haltung schon damals gehabt hätte, wäre ich ihm gar nicht begegnet.

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Deine Mariam

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