Wie ich aus meinem Liebeskummer einen Ausweg fand

Von karsten | Liebeskummer & Selbstliebe

Feb 25

Gestern hatte ich Besuch ich von meinem Freund Tim. Wir kennen uns jetzt seit 7 Jahren. Wie das oft ist, wenn man sich lange nicht gesehen hat, denkt man auch an alte Zeiten. Abends im Bett, überlegte ich, wie wir waren, als wir uns das erste Mal trafen.

 Da fiel mir wieder ein, damals hatte ich tierisch Liebeskummer und habe echt gelitten.

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Alex hatte sich nicht mehr gemeldet und ich habe ihm eine böse SMS geschrieben und daraufhin hat er sich erst recht nicht mehr gemeldet. Das war alles meine Schuld, weil ich wieder so ungeduldig war, weil ich wieder nicht abwarten konnte. Dabei war er doch genau der richtige Mann an meiner Seite!

Es war so schön mit ihm. So ein gutes Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr gehabt. Es war immer so aufregend mit ihm, so prickelnd und so ganz anders als mit den anderen Männern. Er hatte den gleichen Geschmack, mochte die gleichen Restaurants und war so leidenschaftlich. Reisen mochte er auch und er trank auch gern Tee. Und wie er erst erzählen konnte, Wahnsinn. Ich habe so viel gelacht mit ihm.

Wieso also war ich mal wieder nicht imstande, so einen Mann zu halten?

Vielleicht war ich einfach nicht gut genug für ihn.Vielleicht ging es ihm auch gerade nicht gut. Ja genau, das hatte er auch gesagt, dass er mit seinen Nasen-Nebenhöhlen zu schaffen hatte. Daran ist er mal fast gestorben, und was mache ich blöde Kuh? Nerve ihn mit SMS und mache mir Gedanken, wieso ich nichts von ihm höre! Na toll, ich bin ja so egoistisch. Und dann saß ich da und sang förmlich ein Klagelied über mich selbst.

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Bis Tim mich damals fragte: „ Wie lange kennst Du diesen Alex eigentlich?“
„Seit 6 Wochen, aber ich spüre, dass wir so gut zusammen passen. Aber er ist wirklich mein Traummann.“
 „Und wie oft habt Ihr Euch gesehen?“ 
„Na ja, nur 3 Mal aber das war so toll!“

So ging das Frage-Antwort-Spiel noch etwas weiter und plötzlich wurde mir mit der Zeit immer klarer: Ich kannte diesen Mann überhaupt nicht.

Ich hatte ihn ein paar Mal gesehen, ok. Davon hatten wir einmal wilden Sex auf dem Wald-Parkplatz, ok. Wir haben vielleicht 3-4 mal telefoniert aber auch nicht wirklich lange.

Hm, was war da los? Wieso hat er mich so fasziniert und völlig in seinen Bann gerissen? Es hat noch etwas gedauert, aber dann ratterte es plötzlich.

Er zeigte mir auf, was noch schief lief in meinem Kopf, dass ich noch dachte, ich müsste einen Partner haben, diesen Mangel ausgleichen.

Auch wenn ich nach meiner letzten Partnerschaft schon 1,5 Jahre bewusst Single war, sehnte sich etwas in mir nach der Zweisamkeit. Alex hatte mir dieses eine Stück weit gegeben, doch nur einen Hauch davon, was ich eigentlich wollte. Doch ich war innerlich so ausgehungert und noch voller Selbstzweifel, dass ich mich darauf stürzte, wie ein Durstiger in der Wüste auf eine Flasche Wasser.

Kurz erfrischend, mir das Gefühl gebend, dass ich nicht verdursten muss und doch lange nicht genug, um meinen Durst nachhaltig zu stillen.

Ich hatte ihn schlicht und einfach mit der Oase verwechselt. (na, bis auf einmal, aber nur ganz kurz und nicht so heftig)

Und genau das ist mir danach nie wieder passiert. Denn ich hatte das Glück Tim in meiner Persönlichkeitsausbildung kennenzulernen und dieses Thema wirklich in die Tiefe zu beleuchten. Schnell ging es nicht mehr um Alex und meine Männerthemen. Plötzlich ging es um das Eingemachte. Das Verhältnis zu meinem Vater, meiner Mutter und was da sonst noch alles dranhing.

Mir wurde bewusst, wieso ich tickte wie ich tickte. Das Beste daran war, ich erlebte, wie ich das Denken über mich verändern konnte und mich loslösen konnte von all dem Laster.

Plötzlich stellte ich mir Fragen nach meinen Werten, meinen wirklichen Bedürfnissen und wie ich leben will.

MEIN TIPP FÜR DICH

Wenn Du das nächste Mal wieder an einer Frau oder Mann hängst und das Gefühl hast, dass Du es vermasselt hast, dass die andere Person perfekt in Dein Leben passt, dass der Sex so sensationell gut ist oder ähnliche Gedanken, die in die Richtung gehen, dann hinterfrage Dich  selbst, woran Du das festmachst.

  1. Wieso Du das so siehst und ob es nicht nur ein inneres Bedürfnis ist, was da gerade gestillt wird.
  2. Und vor Allem, wenn Du anfängst Dich selbst fertigzumachen.

Denk an diesen Artikel und frag mal was Du da gerade mit Dir machst und ob Du wirklich so mit Dir sprechen möchtest!

MEINE ERKENNTNIS VON DAMALS:

Es war weichenlegend für das Leben, was ich heute führe.

  • Ich rede nicht mehr so mit mir. 
  • Ich kenne meine Stärken und die schwächeren Stärken.
  • Ich idealisiere nicht mehr (also meistens jedenfalls) und verabschiede mich schneller, wenn ich mich in einem Menschen getäuscht habe. 

Mir ist bewusst geworden, ich kenne jemanden nicht, weil ich mit ihm oder ihr ein paar Gespräche hatte oder was Aufregendes erlebt habe.

Das hilft mir heute in meinem Business-Kontext unheimlich weiter und natürlich auch privat. In Sachen Beziehung habe ich mein Happy End gefunden und geheiratet. Doch ich bin mir sicher, hätte ich dieses Erlebnis nicht gehabt, wäre es zu dieser Bindung nicht gekommen. Denn dann hätte ich weiter in meinen alten Mustern gebadet.

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann freue ich mich über einen Like und Teilen.


Deine Mariam

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