Wieso Alleinerziehende keine Opfer, sondern Gewinner sind! Und wie Du auch dahin kommst, selbst wenn Du das anders siehst!

Von karsten | Alleinerziehend, na und!

Mrz 01

Gestern wurde im Mindstyle Magazin mein Blog Artikel veröffentlicht.
Titel: "Wieso Alleinerziehende so wenig Geld haben!"

Es wundert mich nicht, dass dort die Post ordentlich abgeht. Die Kommentare überschlagen sich und ich komme mit dem Antworten teilweise gar nicht hinterher. Viele sind nicht meiner Meinung und das war mir vorher auch bewusst.

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Ich provoziere gern mit meinen Aussagen, denn nur dann bekommt das Gehirn die Möglichkeit, auch etwas zu überdenken.

Wenn immer alle Aussagen gleichbleiben, bleibt auch unser Verhalten und Denken gleich. Wie sollen wir auch etwas verändern, wenn wir gar nicht wissen, dass es was zu verändern gibt?

Ich setze sogar noch einen drauf und sage, Alleinerziehende sind Sieger und keine Opfer!

Natürlich gibt es viele, die mir jetzt widersprechen und genau diese Menschen werden es so lange bleiben, bis sie es überdenken und ihre Einstellung ändern. Doch ich kenne genug alleinerziehende Menschen(oder welche, die es mal waren), die auf der Sieger-Seite stehen.

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Doch was machen diese anders?

Wieso behaupte ich das alles?

Und was ist mit den Armen die von Hartz 4 leben?

Mir sagte mal jemand: „Mariam, Du hast gut reden! Du stehst ja auch in Lohn und Brot und Dir geht es gut!“

Ja, das ist so und das ist auch gut so! Doch das war nicht mein Alltag, mein Leben hätte auch ganz anders verlaufen können. Aufgewachsen bin ich in einem Ghetto Stadtteil. Die Arbeitslosenquote riesig, die der Verdienenden eher gering. Bei vielen war am 15. schon das Geld aus, weil sie es wortwörtlich versoffen haben.

Viele meiner Freundinnen hatten alle paar Monate einen neuen „Papa“. 

Schule war eher lästig und eine nötige Pflicht. Meinen Abschluss setzte ich ordentlich in den Sand, weil ich lieber auf Konzerte reiste. Das Geld habe ich mir damals hart im Schuhladen erarbeitet. Und genau da fing meine Erfolgsgeschichte eigentlich an, ohne dass ich mir darüber bewusst war. Damals, als mich viele noch als Opfer der Gesellschaft sahen, als ich Sätze hörte wie:

„Du wirst eh nie was werden!“
„Ohne Abschluss hast Du keine Chance!“
„Sei froh, wenn Du irgendeine Ausbildung bekommst!“

war ich schon auf der Überholspur. Und zwar ohne mir darüber bewusst zu sein. Durch meine Liebe zu Bon Jovi hatte ich ein Ziel vor Augen, ich wollte sie live sehen und das so oft wie möglich. Doch auch wenn Konzerte damals nicht so teuer waren wie heute, war es immer noch viel Geld.

So trieb mich der Wille an und ich ging vorwärts. 

Innerhalb von 2 Jahren sah ich meine Band 16 Mal. Ich habe gelebt und viel gesehen, Freunde kennengelernt und durch das Arbeiten Menschen erlebt, die ein anderes Leben führten. Die in Urlaub fuhren, tolle Wohnungen hatten und sich selbst etwas Wert waren. Als meine Tochter dann geboren wurde, wurde der nächste Meilenstein gelegt. Ich hatte wieder ein neues Ziel! Meinem Kind etwas bieten!

Mit meinem Hauptschulabschluss von 4,5 Durchschnitt war das fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Was also tun? Zur Abendschule gehen war meine Lösung. Nach 2 Jahren hatte ich meinen Realschulabschluss! Durchschnitt 1,6! Yes! Was für ein Gefühl, das Gefühl eines Siegers! Dann die Wende, wir beschlossen uns zu trennen.

Plötzlich bin ich das, was ich nicht werden wollte: eine alleinerziehende Mutter.

Meine Glaubenssätze überschlugen sich:

„Hoffentlich bekomme ich überhaupt eine Ausbildung.“
„Wer will schon jemand von der Abendschule und dann noch alleinerziehend?“
„Was mache ich, wenn ich mit dem Geld nicht klar komme?“
„Wer will schon eine 22jährige, die noch keine Ausbildung hat?“

Solche und ähnliche Gedanken wüteten in meinem Kopf rum. 

Doch was soll´s. Ich will dieses Leben und ich muss es versuchen. Ich habe 20 Bewerbungen geschrieben und ja ich habe 13 Jobs nicht bekommen, manche haben mich nicht mal eingeladen, nicht mal reagiert auf meine Bewerbung. Doch ich habe vor allem 7 (!!) Zusagen bekommen! SIEBEN!

Ich hatte plötzlich die Wahl mir einen Ausbildungsplatz auszusuchen.

Ich hörte Sätze wie:

„Als Mutter wissen Sie worauf es ankommt!“ „Als Mutter haben Sie gelernt sich zu organisieren.“
„Als alleinerziehende Mutter, müssen Sie sehr gut organisiert sein.“
„Sie haben mit Ihrem Ehrgeiz bewiesen, dass Sie was können“

und so weiter. Plötzlich fing ich an umzudenken!

Ich bin kein Verlierer! Ich bin ein Gewinner!

Dieses Denken veränderte mein Leben. Natürlich gab es auch bei mir Zeiten, wo ich dachte, mit Mann an der Seite wäre alles einfacher. Doch, wenn ich ehrlich bin, solange ich so gedacht habe, habe ich das Gegenteil erlebt. Ich war lange auf der Suche nach der perfekten Partnerschaft, bis ich anfing auf die Suche nach mir zu gehen. Mich zu finden war das größte Abenteuer.

Und das verdanke ich auch meiner Zeit als Alleinerziehende.

Denn in dieser Zeit habe ich mich viel besser kennenlernen können. Ich musste Rücksicht auf mein Kind nehmen, klar. Doch was das Leben anging, konnte ich für mich rausfinden was ich wollte. Viele unserer Freunde haben in den letzten 2 Jahren Kinder bekommen. Meistens ist die Mutter zu Hause.

Bei den meisten hat diese vielleicht mal ein Wochenende im ½ Jahr nur für sich. Viele sogar noch weniger. Da bleibt oft keine Zeit um nachzudenken, was es sonst noch gibt. Als Coach für Singles und Alleinerziehende, sehe ich, wieviel Zeit, die Kinder auch beim Vater verbringen.

Viele Väter würden sogar noch mehr Zeit verbringen. 

Doch die Mütter haben das gerichtlich oft eingeschränkt und beschränken meiner Meinung nach damit vor allem sich selbst und natürlich die Kinder.

Doch statt die Zeit sinnvoll zu nutzen und was für sich zu tun, rauszufinden, was sie eigentlich wollen, beschäftigen sich viele mit den Gedanken des Opferseins, der Eifersucht auf das andere Elternteil, dem Haushalt oder dem Jammern.

Doch was wäre, wenn Du diese Zeit, wo das Kind nicht da ist, mit Dir selbst verbringst.

Wenn Du Dir Auszeiten gönnst, wenn Du etwas lernst, was Du gerne tun willst? Heutzutage hat man es, dank des Internets, so viel einfacher als noch vor 20 Jahren. Es gibt Videos, Bücher etc. oft kostenlos und in Fülle.

Doch wenn Dein Ziel ist, weiter zu jammern, dann bleiben Dir diese Dinge unzugänglich, weil Du gar nicht auf die Idee kommst, Dich mit was Anderem zu beschäftigen.

Auf welcher Seite willst Du also stehen?

MEIN TIPP FÜR DICH

  1. Statt Dich als Opfer zu sehen, fange an die positiven Seiten zu sehen.
    Denn Eure Beziehung ist ja nicht ohne Grund auseinandergegangen.
    Du hast dadurch auch die Freiheit für Dein Leben gewonnen.
  2. Frag Dich, was Du stattdessen machen möchtest?
    Was sind Deine Träume und Ziele?
  3. Und dann fang an Dich mit dem Thema zu beschäftigen, egal wie groß oder klein es ist. Schau Videos, lies Artikel oder Bücher und schreib Deine positiven Gedanken dazu auf.

MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Mir ist nochmal ganz bewusst geworden, welche scheinbar kleinen Meilensteine damals mein Leben von heute ausmachten, nämlich, dass ich vor allem deswegen ein Gewinner bin, weil ich schon früh angefangen habe, auf das zu achten, was mir gut tut und dass ich mein Denken auch heute immer noch hinterfrage.

Ich freue mich, wenn Du mir dazu schreibst, was Dich bewegt und wie Du das siehst. Teilen und Likes sind natürlich auch erwünscht.

 Dir eine gute Zeit.


Deine Mariam

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