Wieso Du Deine Zeit verschwendest und so auch nicht dem Richtigen begegnest

Von karsten | Liebeskummer & Selbstliebe

Mrz 09

Ich hatte gestern ein Telefonat mit einem Mitglied meiner Coaching Plattform. Es ging darum, dass sie ihre Aufgaben und Übungen zeitlich nicht hinbekommt, weil sie so viel arbeiten muss. - Doch ist wirklich die Arbeit schuld?

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Ist es wirklich so, dass wir so viel im Leben arbeiten, dass wir nicht mal 2x30 Minuten Zeit haben, die wir uns in der Woche für uns nehmen können? Denn so lange dauert es ungefähr, wenn man sich mit den Aufgaben beschäftigt. Wer es ganz intensiv machen möchte, der braucht vielleicht zweimal 1 Stunde.

Ich kenne dieses Phänomen auch noch von mir. Als ich noch Single war, war mein Kalender oft so voll, dass ich keinen Platz mehr für irgendwas hatte.

Am Abend war ich nicht durch mit meiner „To-Do“ Liste und es blieben immer Dinge liegen, die ich noch machen musste.

„Die Zeit rennt einfach davon“ - Heute ist das anders.

In der Früh meditiere ich 30 Minuten, beschäftige mich dann ca. weitere 30-60  Minuten mit dem Thema Dankbarkeit in meinem Leben und mache seit neuestem auch noch mindestens 15 Minuten Workout. Vor dem Workout kommt noch mein Blog-Artikel, den ich jeden Morgen schreibe, damit ich Dir neue Impulse geben kann.

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Dann bin ich erst bereit in den Tag zu starten und mich auch um andere Dinge zu kümmern. Mein Unternehmersein erlaubt mir den Luxus ohne Wecker aufzustehen.

Doch an Tagen wie heute, wo ich um 8.37 Uhr einen Zug bekommen muss, weil ich zu einem Coaching fahre, stelle ich mir den Wecker immer so, dass ich mindestens 2,5 Stunden Zeit habe bis ich los muss.

Doch was ist der Unterschied zu früher? Was habe ich geändert und was bewirkt das Ganze?

Vielleicht sagst Du jetzt auch, Mariam, ich muss eh schon um 5 Uhr aufstehen, noch früher geht nicht.  Wann bekomme ich dann noch Schlaf? Glaub mir, es geht nicht darum, noch früher aufzustehen, es geht vielmehr darum, was Du mit der Zeit machst. Was ist also der Unterschied zu meinem früheren Verhalten.

Ich versuche mal den Tag in Worte zu fassen.

Früher bin ich morgens aufgestanden, habe meine Tochter für die Schule fertiggemacht. Sprich Brote schmieren, schauen, dass der Ranzen gepackt ist, Klamotten raussuchen, Frühstück machen.  Später dann natürlich nicht mehr. Oh, jetzt aber schnell noch mich fertig machen, duschen, schminken und was sonst noch dazu gehört.

Immer in Eile, immer in Hetze.

Dann los, als sie klein war, erstmal zum Kindergarten, später dann ging sie alleine zur Schule. Die Mails von der Arbeit meist schon in der Früh, vorm ersten Tee, gecheckt.  Es könnte ja was Wichtiges dabei sein.

Ich will auch nicht verschweigen, dass ich auch immer auf meine Dating-Plattformen geschaut habe, wenn ich denn gerade angemeldet war. Ansonsten hatte ich oft einen Mann, der mein Gehirn ordentlich auf Trab hielt. Schließlich will man ja auch gleich antworten. Nicht das der sonst irgendwas infrage stellt und vielleicht doch wieder wegläuft.

Zu anderen Zeiten, wenn ich keinen Mann in Aussicht hatte oder wieder mal einen hatte, der sich rar machte, folgte der Austausch mit meinen Freundinnen.

  • Wieso meldet er sich nicht, bin ich zu ungeduldig?
  • Will er mich nicht? Wieso schon wieder ich?

So ungefähr sah mein morgendlicher Ablauf aus. Was ich dabei nicht war, war 100% fokussiert auf etwas, weder auf mich und auch meist nicht auf meine Tochter.

Letzten Endes ging der Tag genauso weiter.

Je nachdem, was ich für Jobs hatte, war ich viel im Auto unterwegs oder stand in irgendwelchen Media Märkten und machte Promotion. Der Kopf war voll mit lauter Dingen. Immer war was zu tun. Wenn ich nach Hause kam, war oft auch alles gehetzt und ich gebe zu (dafür schäme ich mich heute sehr), ich war oft abgelenkt von Dating Plattformen. Manchmal war ich gleichzeitig im Chat mit vielen anderen und habe meine Zeit damit verbracht, doch endlich jemanden zu finden.

Wieso ich mich schäme?

Weil ich in dieser Zeit nie 100% bei mir oder meiner Tochter war. Es war immer was los und in den Zeiten, wo ich keine Lust auf Männer hatte, war ich verheiratet mit meiner Arbeit. Ins Bett ging ich meistens spät, oft nach Mitternacht.

Ende 2007 war dann Schluss damit.

Mein Körper streikte, ich war im Burnout. Nichts ging mehr. Morgens kriegte ich noch gerade das Frühstück für mein Kind hin, bis ich wieder auf dem Sofa landete und nichts tat.

Ich fand die Welt war gemein und ungerecht. Die Schulden häuften sich, weil meine Provision nicht kam und ich klagen musste.

Mein Gemütszustand ließ es auch nicht zu, mir was Neues zu suchen. Es war alles trostlos, hoffnungslos.

Aber ich hatte ja noch meine Dating Plattformen und ich hatte Serien.  Ich erinnere mich daran, dass ich 5 Staffeln „24 “ in wenigen Tagen schaute. Also praktisch permanent.  Es war fast wie eine Sucht. Nein, es war eine Art Sucht! Punkt!

Dann kam irgendwann die Wende, ich hatte einen Mann kennengelernt und ich schämte mich für meinen Hartz 4 Status, auf den ich inzwischen gefallen war.

Ich suchte mir eine Kurzzeit-Therapie.

Denn ich wollte nicht 5 Jahre auf irgendeiner Couch sitzen und mein Leben rauf und runter auseinandernehmen. Dafür fuhr ich jede Woche 1 Stunde hin und 1 Stunde zurück, nur um 1 Stunde Therapie in Anspruch zu nehmen. Nicht, weil es in meiner Nähe niemanden gab, sondern weil diese Therapieart nur in Hamburg zu finden war.

Ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg in Kauf genommen habe, denn dadurch hat sich in nur wenigen Wochen viel gelöst. Ich fing endlich wieder an zu arbeiten. Erstmal nur im Call Center, denn ich traute mir noch nicht wirklich viel zu.

Ich gab mir mehr Zeit für mich und meine Tochter und damals auch meinem Freund. Doch es dauerte nochmal ein paar Jahre bis ich ab 2011 meine Prioritäten veränderte und mich mehr mit mir und meinen Blockaden, aber auch mit meinen Wünschen beschäftigte.

Doch wie hatte ich jetzt dafür Zeit, obwohl der Tag doch auch jetzt nur 24 Stunden hatte?

Ganz klar, ich setzte Prioritäten.

Dinge, wie lange fernsehen, fielen raus. Ich las stattdessen ein Buch, hörte mir Podcast oder Hörbücher an und besuchte viele Seminare. Die Zeit mit meiner Tochter bekam mehr Qualität statt Quantität. Das war auch alles noch immer nicht perfekt, aber es wurde besser.

Manche Muster hielten noch lange an. Erst 2015 lernte ich in unserem Thailand Urlaub, dass ich nicht immer den ersten Flug nehmen muss, sondern dass ich auch entspannt starten kann.

Irgendwie wollte ich nichts verpassen vom Tag, dabei verpasste ich so viel.

Gehetzt in den Tag starten, ist somit das Schlimmste was Du tun kann.  Das ist ungefähr genauso schlimm, wie mit schlechten Gedanken und Angst einzuschlafen.

Heute optimiere ich immer mehr meinen Alltag und lege immer mehr Gewichtung in die Phasen wo ich aufstehe und schlafen gehe.

Denn genau diese Stunden entscheiden darüber, wie der Tag startet und endet. Beides hängt unmittelbar miteinander zusammen.  Jeden Abend überlege ich mir, was am Tag gut war, was ich mitnehmen kann und was ich gelernt habe. So schaffe ich es gut einzuschlafen. Wenn ich nicht zu Hause bin, verzichte ich auch auf die Dokus, die mein Mann gerne schaut.

Was mir das alles bringt?

Fokussierung auf die wesentlichen Dinge und damit mehr Lebensqualität und Freude. Wecker brauche ich nicht, weil ich nicht später als 7 aufwache.

Du willst wissen, wie es meinem Mitglied geht? Was sie für sich rausgefunden hat?

Vor allem erstmal, dass sie schon stressig in den Tag startet. Dass sie Zeiten, die sie für sich nutzen könnte, mit Facebook und Co. verbringt.

Statt sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, hat sie lieber in der VIP Gruppe gelesen, was die anderen so für Probleme haben oder wie sie die Aufgaben gelöst haben. Das kostet viel Zeit.

Nur vom Lesen allein bewegen wir noch nichts. Wir müssen selbst ins Tun kommen.

Denn Erfahrungen kommen von Er-fahren.

Wir haben jetzt gemeinsam für sie eine Strategie ausgearbeitet. Weniger Fernsehen, gezielter darauf konzentrieren, was sie erreichen will.  Vor allem aber haben wir auch geschaut, wieso sie sich abhält, die Dinge zu tun, die dazu führen, dass es ihr besser geht?

Zugehörigkeit war dabei ein großes Thema.

Wenn sie was verändert, verändert es auch was in ihrem Umfeld. Gehört sie dann noch dazu?  Wie wir das genau angegangen sind, sprengt hier den Rahmen und bekommt sicherlich einen eigenen Blog Beitrag.

Ich bin gespannt, wie sie die Dinge umsetzen wird.  Da ich die Wirkung meiner Coachings kenne, weiß ich, dass es jetzt bei ihr losgehen wird.

Ab sofort wird sie am Morgen, wenn sie sich schminkt, die Live-Talks nachhören. Da hat sie eh Zeit und kann auch zwei Dinge machen. Genauso wenn sie putzt. Beim Putzen kann man sich wunderbar darüber Gedanken machen, was man alles für Glaubenssätze, Werte und Co hat.

Aber vor allem haben wir ein Ritual für morgens und abends installiert, was sie jetzt täglich durchführt.

MEIN TIPP FÜR DICH

  • Wenn Du auch ständig das Gefühl hast, dass Dir die Zeit für die wichtigen Dinge zu kurz ist, dann halte inne und schau Dir Deinen Zeitplan mal genau an. Welche Dinge sind da, die Dich abhalten, sich mit Dir selbst zu beschäftigen?
  • Überlege Dir, ob Du nicht auch was davon streichen kannst. Ich mache solche Dinge gern zur Probe, also vereinbare für ich mich zum Beispiel einen Zeitraum von einer Woche, wo ich das Neue mal ausprobiere.
  • Wir haben alle die gleiche Zeit, jeden Tag, doch was wir daraus machen, entscheidet, wer wir sind und wer wir werden.

MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Wahnsinn, wie sich mein Denken und Handeln in den letzten Jahren verändert hat und was es in meinem Leben verändert hat.  Wo ich damals stand und heute bin und wo ich hinsteuere.

Mir wird in solchen Gesprächen immer wieder bewusst, was ich alles gemacht habe. Denn, wenn ich nicht bewusst darüber nachdenke, dann ist es für mich nicht ersichtlich. Wahrscheinlich, weil ich so viel an Lebensqualität gewonnen habe.

Wie ist das bei Dir? Wie steht es um Deinen Alltag? Wo kann ich Dir noch Tipps geben? Hinterlasse einen Kommentar und ich schaue, wo ich Dir helfen kann.


Deine Mariam

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