Wieso stehe ich auf „Bad Boys“?

Von karsten | Dating

Mrz 16

Heute geht es um eine Wunsch-Thema :-). Ich bekam eine E-Mail, in der sich alles um die Frage dreht: "Warum stehe ich auf Machos?".

More...

Die Mail von Sabrina

Ich bekam folgende Mail von Sabrina:

Hallo,
Ich lese begeistert deinen Blog und kann dir fast immer zustimmen und nachvollziehen.
Was mich interessieren würde, wäre, was du dazu sagst, dass sich Frauen immer dem Bad-Boy hingezogen fühlen und dem „netten“ Mann kaum eine Chance geben. Mir passiert es öfter, dass ich mich zu den Männern hingezogen fühle, wo mein Kopf ganz klar sagt, das wird nie eine Beziehung... Aber dem netten Mann gibt man keine Chance und ist nach kurzer Zeit gelangweilt, obwohl die „Umstände“ passen.
Warum ist das so?

Meine Antwort

Liebe Sabrina, erstmal darf gesagt sein: nicht alle Frauen sind so. Ich kenne viele Frauen, die nette Männer haben und sich gut behandeln lassen. Sie fühlen sich auch nicht gelangweilt oder so. Sondern ganz wohl in ihrem Leben.

Diese Frauen machen um die Bad Boys einen großen Bogen, denn sie sind sich zu schade dafür, sich schlecht behandeln zu lassen. Aber Du hast natürlich recht, es ist ein Phänomen. Oft ziehen wir die Männer an, die sich bei uns nicht melden. Denen wir hinterherlaufen müssen und uns nie sicher sein können, ob sie nicht noch ein paar Eisen im Feuer haben.

Auch ich kenne diese Zeiten. Ich war lange Zeit auf der Suche nach der wahren Liebe. Jedenfalls dachte ich das.

Entwickle Dein Dating Verhalten so, dass Du "Ihn" magnetisch anziehst! 


Live Online-Coaching

Der Newsletter ist kostenlos! Wir geben Deine Daten niemals an Dritte weiter. Du kannst Deine E-Mail-Adresse jederzeit mit nur einem Mausklick aus unserem System löschen. Bitte lies vor Deiner Anmeldung diese wichtigen Informationen zum Datenschutz

Eigentlich war ich fremdgesteuert von meiner Vergangenheit.

Leider war mir genau das nicht bewusst. So kam es, dass ich viele Machos, ja teilweise richtige ätzende Bad Boys anzog. Das Problem war, dass ich statt das Weite zu suchen, gedacht habe, ich könnte sie ändern. Ich müsste nur genug Geduld, mich nur auf sie einstellen und mein Verhalten anpassen.

Bis mir im Coaching mal die Frage gestellt wurde, wen ich eigentlich ändern will? Da wurde mir bewusst: Den einzigen Menschen, den ich ändern wollte, war mein Vater. Ich wollte, dass mein Vater mich sieht.

Dass mein Vater seine Versprechen hält. Dass mein Vater da ist und mir zeigt, dass ich es wert bin, geliebt zu werden. Stattdessen bekam ich weitere Enttäuschungen zu spüren, wieder Zurückweisung, Männer die mir zeigten, dass ich ihre Aufmerksamkeit nur dann bekam, wenn sie es für nötig hielten. Schlicht und ergreifend Männer, die mir diese Liebe, die ich suchte nicht geben konnten.

Wieso das so war?

Die Liebe meines Vaters konnte keiner ersetzen. Denn es ist ja auch nicht vorgesehen, dass wir uns mit unserem Vater liieren. Vaterliebe ist etwas Anderes, als alle anderen Liebesbeziehungen, die wir im Leben treffen. Genauso wie die Liebe einer Mutter. Ich werde nie jemanden so lieben wie meine Tochter. Denn dies ist eine ganz bestimmte Art von Liebe, die kein anderer Mensch in mir hervorrufen kann.

Es hat lange gedauert, bis ich das verstanden habe. Wenn ich nicht all meine Coachings und Ausbildungen gemacht hätte, würde ich wahrscheinlich immer noch diesem Bild hinterherlaufen. Es gibt natürlich auch noch weitere Möglichkeiten, wieso wir die Machos und Bad Boys dieser Welt so anziehend finden.

Manchmal erlebe ich es, dass Frauen sich nach der Männlichkeit in ihrem Vater sehnen. Dass sie zwar geliebt wurden, doch die Eltern eher vertauschte Rollen hatten. Dann sehnen wir uns nach dem starken Mann, der uns den Rücken stärkt.

Es könnte aber auch sein, dass ein Teil von uns noch in der Pubertät feststeckt und deswegen weiter den Kampf mit den Eltern ausübt, der eigentlich schon vorbei sein sollte. Manchmal bleiben wir einfach in solchen Phasen stecken und wollen uns abgrenzen von den Eltern.

Du merkst, es gibt nicht die eine wahre Antwort.

Jeder Mensch ist individuell und wir können, meiner Meinung nach, nur eins tun, um diese Bad Boys, diese Machos nicht mehr anzuziehen.

  • Finde Dich selbst!
  • Finde heraus, wer Du bist?
  • Was sind Deine tiefen inneren Motive?
  • Welche Liebe fehlt Dir im Leben?
Und dann ist es wichtig, diese Wunden zu heilen.

Denn Du kannst zwar die Vergangenheit nicht ändern, aber Du kannst die Gefühle zu ihr ändern. Du kannst anfangen Dir selbst die Liebe zu geben, die Du brauchst. Unabhängig von einem Mann. Dir selbst mehr wert zu werden und Dich nicht mehr abhängig zu machen, von einem Anruf oder einer WhatsApp-Nachricht.

Genau dann hörst Du auf, die Bad Boys in Dein Leben zu ziehen. Nicht der leichteste Weg, aber dafür der Schönste. Du wirst innerlich viel freier werden. Bis heute habe ich die Liebe und Aufmerksamkeit meines Vaters nicht wirklich bekommen.

Er ist eher bei sich und es scheint ihn nicht in die Tiefe zu interessieren, was ich genau mache. Klar fände ich es anders schöner. Doch ich kann ihn nicht ändern. Ich kann aber mich verändern.

Mein Denken, mein Handeln.

Genau das habe ich vor Jahren gemacht und lebe nun frei und vor allem liebevoll mit mir selbst. Wenn Du also aufhören willst, mit dem Bad Boy Magnet, dann lass Dir helfen und finde raus, wer Du wirklich bist und was alles in Dir steckt.

MEIN TIPP FÜR DICH

  • Wenn es Dir wie Sabrina geht und Du auch die Bad Boys anziehst, dann halte doch das nächste Mal inne und frage Dich, welches Teil in Dir gerade dieses Drama braucht?
  • Was wäre, wenn Du damit sofort aufhören würdest?
  • Was würdest Du verlieren?
  • Worum würdest Du nicht mehr kämpfen?


MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Ich bin froh, dass das Bad Boy Gehabe aus meinem Leben raus ist. Es ist anstrengend gewesen, hat mich viel Kraft und Energie gekostet und am Ende zu nichts geführt, außer viel Schmerz und Leid.  

Ich bin aber auch dankbar, dass ich die Erfahrung machen durfte, denn genau das führt dazu, dass ich heute Menschen helfen kann, diese Dramen zu beenden.



Deine Mariam

>