Wieso Aufstellungsarbeit Deine wahren Gefühle zum Vorschein bringt

Von karsten | Liebeskummer & Selbstliebe

Mrz 26

Die letzten Tage war ich, mit meinem Mann Dominik, beim zweiten Modul unserer IOSA-Ausbildung (Integrale System- und Organisations-Aufstellung). Wir haben wieder so viel mitgenommen und es war faszinierend, was noch alles bei mir zum Vorschein kam.

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Meine Oma

Letzens erst hatte ich ja in einem Blog Artikel darüber gesprochen, dass meine Oma noch sehr präsent in meinem Unterbewusstsein war, obwohl ich das gar nicht dachte. Ich habe in den letzten Wochen viel an diesem Thema gearbeitet und mich vor Allem auf die Dankbarkeit und die positiven Eigenschaften meiner Oma konzentriert. Doch was ich dann in der Aufstellung erlebte war für mich erschreckend und gleichzeitig tief befreiend.

Neue Erkenntnisse 

Ich stellte fest, dass es vor Allem darum ging, dass ich dazu gehören wollte, dass ich mich ausgeschlossen und alleine fühlte und doch einfach nur mal die Arme einer Oma brauchte und wollte. Damit hätte ich so gar nicht gerechnet. Wenn ich zurück blicke macht es Sinn, doch wenn man im Wald steht, dann sieht man ihn nun oftmals vor lauter Bäumen nicht.

Traurigkeit

Ich habe etwas erlebt, was ich schon lange so nicht mehr hatte. Aus tiefsten Herzen habe ich geweint und getrauert, dass dieses Verhältnis so nicht möglich war und dann habe ich diese Gefühle abgegeben und mich mit meiner Oma auf einer tiefen Ebene versöhnt. Ich habe gelernt und gemerkt, dass ihre Kälte nichts mit mir zu tun hatte, sondern dass es dafür in der Vergangenheit andere Gründe gab, die sie so versteinern ließen.

Es war wirklich erleichternd diese Vorwürfe abzugeben und mir klar zu werden, dass ich nicht das Recht habe, über das Verhalten meiner Oma zu urteilen oder zu werten. Denn ich kenne ihren Weg nicht wirklich, ich weiß nicht, was sie durchgemacht hat und wieso sie so geworden ist.

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Fakt ist, ob ich will oder nicht, sie ist und bleibt meine Oma, ich trage ihre Stärken in mir und wenn ich diese wegstoße, dann kommen die Schwächen zum Vorschein, die sie sicherlich auch zu genüge hatte. Diese Schwächen zeigen mir einen Spiegel auf. Einen Spiegel der mir zeigt, dass ich genauso sein kann und dass ich täglich entscheiden kann, ob ich nun die Sonnen- oder Schattenseiten meiner Oma leben möchte.

Das Unbewusste sichtbar machen

Wahnsinn, denn mir war das nie so bewusst. Ich dachte ich hätte das Recht zu urteilen und das Recht mir eine eigene Meinung zu bilden.

Doch eigentlich will ich doch das auch genau nicht. Das sich jemand das Recht rausnimmt, über mein Leben und mein Handeln zu urteilen.

Wieso also habe ich das, Jahrzehnte lang, gemacht? Ganz einfach, weil ich sonst anders hätte draufschauen müssen. Ich hätte mir klar machen müssen, dass ich nicht wütend war, sondern dass ich tiefe Trauer in mir getragen habe. Und genau das wollen wir uns oft nicht erlauben.

Trauer bedeutet, dass dieser Mensch uns wichtig ist. Wut bedeutet das zwar auch, doch in der Trauer kommt es ganz klar zum Ausdruck. In der Wut kann man sich noch verstecken, dass es um die andere Person geht und wie mit ihr umgegangen wird.

Doch wenn man sich eingesteht, dass man traurig ist, dann muss man sich eingestehen, dass man an dieser Person hängt.

Die letzten Tage ist mir das immer mehr bewusst geworden. Plötzlich war mir auch klar, wieso ich mir immer wieder Männer gesucht habe, wo ich das Gefühl hatte, dass ich kämpfen muss. Das ich was tun muss, um dazuzugehören. Das ich diese Traurigkeit, die ich mein ganzes Leben mit mir rumgetragen habe, oft wieder zum Vorschein kam. Nicht da wo sie hingehörten, sondern in meinen Beziehungen.

Muster erkennen

Selbst in meiner Ehe, die meist sehr harmonisch abläuft, tauchen hin und wieder Muster auf. Mal von meiner Oma aber auch sicherlich noch andere Muster und Verstrickungen aus meiner Familie. Das ist alles nicht schlimm, sondern gut, denn so können wir sie gemeinsam lösen und wachsen. Solange man die Dinge erkennt, ist es äußerst positiv. Schwierig wird es, wenn man sich weigert hinzuschauen.

Mir nicht bewusst gewesen zu sein, was die Traurigkeit anging, führte hin und wieder (früher auch sehr oft) zu Wut, Trotz und Hilflosigkeit. Alles das waren Schattenseiten meiner Oma, die dann in mir zum Ausdruck kamen. Es tut mir vor Allem für meine Tochter leid. Denn sicherlich hat sich das auch in meiner Erziehung in gewissen Situationen wiedergespiegelt.

Doch damals wusste ich nicht woher es kam und als ich entdeckte, dass es Methoden gibt, um diese Dinge aufzulösen, habe ich sofort damit angefangen. Für meine Oma war anscheinend erst jetzt die Zeit gekommen. Denn das was am tiefsten sitzt, wird auch am meisten verbaut, denn da tut es am meisten weh und wir sind dort auch am verletzlichsten.

Es ist schön, dass ich nun im Einklang bin. Dieses Gefühl kann ich nicht mal in Worte fassen, denn es ist etwas auf ganz tiefer Ebene geheilt, wo ich gar nicht wusste, dass es noch geheilt werden muss, denn ich bin meist sehr mittig mit mir selbst. Doch ich merke, wie es ist, wenn man seinem Seinszustand immer näher rückt und loslässt von dem wo man nicht hinschauen will.

Denn auch wenn wir nicht hinschauen, ist es da und wenn wir solche Dinge heilen wollen müssen wir uns ganz klar bewusstmachen, welche Gefühle, eigentlich da sind. Dafür bedarf es Hilfe von außen, denn es sind tiefe Gefühle, die einem oft erstmal die Füße unter dem Boden wegziehen.

Ein guter Coach oder Therapeut aber erkennt genau wie weit er gehen kann und vor Allem, wo es weitergehen muss, damit wir wirklich Chance haben, innerlich in den Frieden zu kommen. Alleine wäre selbst ich nicht dort hingekommen, denn ich hätte bei der Rückgabe der Wut wahrscheinlich aufgehört und mir gedacht, dass das ja auch reicht.

MEIN TIPP FÜR DICH

  • Überlege Dir mal, welche Themen Du noch hast, die Du verdrängst. Auf welche Menschen Du wirklich noch Wut und Groll hast und dann schaue mit wem sie eigentlich was zu tun haben könnten.
  • Selten ist es so, dass ein Mensch in der Gegenwart diese Gefühle in Dir auslöst. In der Regel ist es etwas in der Vergangenheit, was wir nicht sehen wollen. Das kann der Vater sein, der Opa oder auch eine Person, die wir nicht auf dem Zettel haben.
  • Wenn Du Dir dessen bewusst wirst, dann wirst Du Dir selbst näher kommen. Es wird vielleicht nicht immer gleich die Tiefen erlangen, die ich gerade erlebt habe, doch das macht nichts.
  • Alles hat seinen Anfang und auch bei mir hat es erstmal gedauert. Aber es ist den Weg wert. Vor Allem dann, wenn Du noch viele Hürden zur Selbstliebe und Deinem Selbstwert hast.


MEINE ERKENNTNIS FÜR MICH:

Ich freue mich sehr, dass ich mit dieser Ausbildung nochmal eine ganz neue Dimension in mein Coaching bringe und das ich das alles im Selbsterleben lerne. Denn so kann ich am besten sehen, was wirkt und was nicht. Deswegen liebe ich Ausbildungen bei Trainern, die vor Allem die Praxis lehren, Bücher kann ich auch alleine lesen.

Mit Rolf und Vera Lutterbeck haben wir genau das gefunden. Sie schaffen es selbst bei Menschen, die schon sehr mittig sind, noch die Schatten rauszuarbeiten.

Die ersten Coachees sind nun schon in den Genuß bei uns gekommen, auch ähnliche Erlebnisse, bei uns zu haben. Nach dem Urlaub folgen weitere PowerCoachings 2.0, die genau diese Vorgehensweisen enthalten und Dich auf tiefer Ebene befreien. Melde Dich gerne, wenn Du Interesse hast.


Deine Mariam

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